
Spotify erweitert «Prompted Playlist» auf Podcasts
Was ist passiert?
Spotify hat sein KI-gestütztes Feature «Prompted Playlist» auf Podcasts ausgeweitet. Nutzerinnen und Nutzer können per Texteingabe personalisierte Podcast-Playlists erstellen lassen – basierend auf ihrem Hörverlauf, aktuellen Trends und persönlichen Interessen. Die Playlists lassen sich täglich oder wöchentlich automatisch aktualisieren. Jede Episode enthält eine kurze Erklärung, warum sie in die Playlist aufgenommen wurde. Das Feature befindet sich noch in der Beta-Phase und ist vorerst nur für Premium-Abonnentinnen und -Abonnenten in den USA, Kanada, Grossbritannien, Irland, Australien, Neuseeland und Schweden verfügbar – ausschliesslich auf Englisch.
Wieso ist das wichtig?
Mit der neuen Funktion setzt Spotify auf KI-gesteuerte Discovery – ein Bereich, der für Podcast-Creators zunehmend entscheidend ist, da die klassische Suche und Empfehlungsalgorithmen darüber bestimmen, welche Shows gehört werden. Für Creators bedeutet dies potenziell mehr Reichweite, auch für ältere Episoden aus dem Back-Katalog. Allerdings bleibt das Feature vorerst auf englischsprachige Märkte beschränkt – für deutschsprachige Creators und Hörerinnen und Hörer ist es noch nicht zugänglich.
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OpenAI kauft Tech-Talk-Show TBPN
Was ist passiert?
OpenAI hat die amerikanische Tech-Nachrichtenshow TBPN übernommen. Das Format streamt seit März 2025 täglich drei Stunden live und positioniert sich als Alternative zu klassischen Wirtschaftsmedien wie Bloomberg oder CNBC – mit Fokus auf KI und Tech-Industrie. TBPN wird künftig OpenAIs Kommunikations- und Marketingarbeit unterstützen, soll aber laut Unternehmensangaben redaktionell unabhängig bleiben. Das bisherige Werbegeschäft der Show wird eingestellt. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.
Wieso ist das wichtig?
Der Deal ist ein ungewöhnlicher Schritt: Ein KI-Unternehmen kauft ein Medienformat, das über eben diese Branche berichtet. OpenAI verspricht redaktionelle Unabhängigkeit – doch solche Versprechen wurden in der Vergangenheit schon oft auf die Probe gestellt. Wie der Mediapreneur-Newsletter treffend festhält: Wer Budget, Studio und Gäste-Pipeline vom selben Unternehmen bezieht, das man covern soll, trifft irgendwann keine freien Entscheidungen mehr. Ein Verkauf geht fast immer mit einem unmittelbaren Vertrauensverlust einher – für beide Seiten.

Patreon: Podcast-Einnahmen auf 629 Millionen $ gestiegen
Was ist passiert?
Patreon hat bekanntgegeben, dass die Podcast-Einnahmen auf der Plattform im Jahr 2025 insgesamt 629 Millionen Dollar erreicht haben – ein Plus von 33 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Über 47’000 Podcasterinnen und Podcaster verdienen mittlerweile Geld über Patreon. Patreon behält dabei 10 Prozent der generierten Einnahmen ein.
Wieso ist das wichtig?
Die Zahlen zeigen, dass das Membership-Modell als Einnahmequelle für unabhängige Podcast-Creators weiter an Bedeutung gewinnt – auch im Wettbewerb mit werbefinanzierten Modellen und Plattform-Deals. Für Creator, die ihre Unabhängigkeit behalten wollen, bleibt Patreon eine der wenigen skalierbaren Alternativen zu grossen Plattformen. Interessant auch für die Schweizer Creator-Szene: Steady, das hierzulande verbreitete Pendant zu Patreon, zeigt, dass das Prinzip auch im deutschsprachigen Raum funktioniert – wenn auch in kleinerem Massstab.





