
Apple Podcasts bringt Video via RSS-Feed
Was ist passiert?
Apple hat ein Video-Update für Apple Podcasts angekündigt, das diesen Frühling erscheinen soll. Das bestehende RSS-System bleibt unangetastet – Video kommt zusätzlich via HLS-Streaming dazu. Der entscheidende Unterschied: Das Video bleibt auf den Servern des Podcast-Hosts, nicht bei Apple. Damit können Hoster dynamische Video-Ads einbauen, inklusive Host-Read-Spots. Zum Start sind vier Anbieter dabei: Acast, ART19, Omny Studio und Simplecast.
Wieso ist das wichtig?
Zum ersten Mal in der Geschichte von Apple Podcasts ist ein Feature an wenige grosse Partnerunternehmen geknüpft. Anders als bei Spotify oder YouTube behalten Creator und Hoster die Kontrolle über Monetarisierung und Daten. Apple verdient nicht an der Distribution, sondern erst wenn dynamische Ads ausgeliefert werden. Für kleinere Hoster und Self-Hoster bleibt die Tür vorerst zu. Wer einen Podcast hostet, sollte prüfen, ob der eigene Anbieter zu den Partnern gehört – oder wann er es wird.
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Podcast-Werbemarkt wächst weiter – aber die Ad Load steigt mit
Was ist passiert?
Magellan AI hat den Podcast Advertising Benchmark Report für Q4 2025 veröffentlicht. Die wichtigsten Zahlen: Podcast-Werbeausgaben stiegen im Jahresvergleich um 32 %, mit einem besonders starken Dezember. Gleichzeitig kletterte die durchschnittliche Ad Load – also der Anteil einer Episode, der aus Werbung besteht.
Wieso ist das wichtig?
Das Wachstum zeigt, dass Podcast-Werbung als Kanal reift und zunehmend von grossen Marken wie T-Mobile, Toyota oder BetterHelp als fester Bestandteil des Media-Mix gesehen wird. Gleichzeitig ist die steigende Ad Load ein Signal, das die Branche ernst nehmen sollte: Einer der grössten Vorteile von Podcast-Werbung war stets die enge Verbindung zwischen Host, Publikum und Marke. Wenn Episoden immer voller werden, riskiert das Medium genau das Vertrauen, das es so wirkungsvoll macht. Für Podcasts in der Schweiz, wo Audiences oft kleiner und treuer sind, ist dieser Zusammenhang noch direkter – Qualität schlägt Quantität.

KI-gestützte Stimmverbesserung
Was ist passiert?
Waves Audio, bekannt für professionelle Audio-Technologie aus Film, Musik und Broadcast, bringt mit Voice ReGen einen neuen KI-Dienst speziell für Content Creators. Das Tool bereinigt Audioaufnahmen automatisch: Es entfernt Hintergrundgeräusche und Raumhall, gleicht Lautstärkeunterschiede aus und verbessert die Stimmpräsenz – alles per Upload, ohne technisches Fachwissen. Voice ReGen ist in drei Stufen erhältlich, darunter eine kostenlose Einstiegsversion.
Wieso ist das wichtig?
Schlechter Sound ist nach wie vor einer der häufigsten Gründe, warum Hörerinnen und Hörer einen Podcast abbrechen – noch vor Inhalt oder Format. Mit Tools wie Voice ReGen sinkt die Einstiegshürde für professionell klingende Produktionen weiter. Gerade für kleinere Podcasts, die ohne dediziertes Tonstudio arbeiten, kann das ein echter Vorteil sein. Gleichzeitig stellt sich die Frage: Wenn KI schlechte Aufnahmen retten kann, wird das den Druck auf gute Aufnahmequalität von Anfang an reduzieren – oder erhöht es die Erwartungen der Audience weiter?





