
2026 wird sowas von
Liquid Content – sorry was?
Was ist passiert?
Eine neue Ära in der Entwicklung der Podcasts steht uns bevor. Steve Goldstein, Geschäftsführer von Amplifi Media und Dozent an der New York University beschreibt den Übergang in eine neue Phase, in die die Ära des liquid content. Podcasts werden nicht mehr als fixes Format verstanden, sondern als flexible Erzählform, die sich über Plattformen, Längen und Darreichungsformen hinwegbewegen. Der Podcast ist dabei nicht mehr das Endprodukt, sondern der Motor für ein ganzes Ökosystem aus Clips, Video, Newslettern, Livestreams und Events.
Wieso ist das wichtig?
Für die Podcastszene bedeutet das einen Paradigmenwechsel: Wachstum und Relevanz entstehen nicht mehr durch ein einzelnes Format, sondern durch Anpassungsfähigkeit. Wer Inhalte so denkt, dass sie sich an Nutzungssituationen und Plattformen anpassen, erhöht Reichweite, Bindung und wirtschaftliches Potenzial. Gleichzeitig relativiert das den klassischen „Podcast als Feed“-Gedanken – besonders in einem fragmentierten Markt wie der Schweiz. Liquid Content ist kein Selbstzweck, sondern eine Antwort auf verändertes Nutzerverhalten: Nicht das Format entscheidet über Erfolg, sondern ob Inhalte dort auftauchen, wo Menschen sie gerade brauchen. Es bleibt spannend – wir bei Ellie Media haben die Weichen bereits Anfang dieses Jahres auf diesen Liquid Content gestellt. Und du? 😉
Mehr dazu.

Live-Podcasts mit TikTok
Was ist passiert?
TikTok hat erstmals eine eigene Live-Podcast-Show durchgeführt und damit den nächsten Schritt Richtung Longform-Audio-Video gemacht. Die Auftaktfolge wurde live mit Demi Lovato aufgezeichnet, moderiert von Jack Coyne und co-produziert mit T-Mobile. Das Event lief exklusiv auf TikTok und kombinierte Podcast-Gespräch, Live-Interaktion und Event-Inszenierung.
Wieso ist das wichtig?
TikTok positioniert Podcasts nicht als RSS-Format, sondern als Live-Entertainment-Produkt innerhalb der Plattform. Reichweite, Interaktion und Monetarisierung finden dort statt, wo das Publikum bereits ist – inklusive Kommentaren, Clips, Sponsorenintegration und algorithmischer Verstärkung. Plattformen definieren das Medium neu. Ob das nötig ist? Vermutlich nicht. Ob es die Podcastwelt umkrempeln wird? Vermutlich nicht. Ob es neue Ideen bringt für frische Formate? Ja.

Meilenstein für Podcasts: Golden Globes-Nominationen
Was ist passiert?
Die Golden Globes haben erstmals 25 Podcasts offiziell nominiert. Die ausgewählten Formate dürfen in einer neuen Podcast-Kategorie antreten und stehen damit neben klassischen Film- und TV-Produktionen. Damit öffnen sich die Golden Globes erstmals explizit für Podcasts als eigenständige kulturelle und erzählerische Leistung.
Wieso ist das wichtig?
Das ist ein Meilenstein für die Podcastszene: Podcasts werden nicht mehr nur als Begleitmedium gesehen, sondern als preiswürdige Inhalte auf Augenhöhe mit Film und Fernsehen. Diese Anerkennung erhöht den kulturellen Status des Mediums – und indirekt auch seinen wirtschaftlichen Wert, weil Preise Sichtbarkeit, Prestige und bessere Vermarktungschancen bringen.





